Die hiernach aufgeführten Informationen sollen einen ersten Einblick in das Hobby Amateurfunk geben und sind keineswegs vollständig. Die Erklärungsansätze sollen nur eine Art streng gekürzte Zusammenfassung darstellen, anhand welcher Interessenten die Vielfalt dieses Hobbies erahnen können sollten. Bei tieferem Interesse empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit Funkamateuren und die Verwendung von entsprechender Literatur.

Prüfung
Rufzeichen
Morsen
QSL-Karten
Betriebsarten
Modulationsarten

Das Rufzeichen

Jeder Funkamateur erhät nach der bestandenen Prüfung ein Rufzeichen zugeteilt. Diese Aufgabe übernimmt die schon vorher angesprochene Reg-TP. Jedes Rufzeichen ist weltweit einmalig und die Zusammensetzung vom Call muß einem festgelegtem Schema folgen. Zum Beispiel beginnen alle Calls von deutschen Funkamateuren, welche die Lizenzklasse 3 gemacht haben, mit den Buchstaben DO. Die Funkamateure der Genehmigungsklasse 2 haben alle ein Rufzeichen, welches mit den Buchstaben DC, DD oder DG beginnt. Die ersten beiden Buchstaben der Genehmigungsklasse 1-Inhaber setzen sich aus DK, DF, DH, DJ, DB, DM und DL zusammen. (Hoffentlich wurden jetzt keine Prefixe vergessen...). Desweiteren können in Deutschland noch Clubstationen, Ausbildungsstationen, Bundeswehr- und Rufzeichen zu besonderen Anlässen auftauchen, die alle an den ersten Lettern im Call zu erkennen sind.
Auf diese Art können weltweit Funkamateure anhand des jeweiligen Rufzeichen (mindestens!) erkennen wo sich der Gesprächspartner befindet. Jedes Land der Erde hat seine eigenen, speziell zusammengesetzten Calls.
Als Beispiel:
Der Rufzeichenanfang 4T ist Peru zugeteilt. Peruanische Calls könnten also wie folgt aussehen: 4T6XXA, 4T2UA, 4T0AAA, ...
Portugisische Stationen verwenden Calls, welche mit CQ bis CT beginnen. Denkbare Calls wären: CQ9XYZ, CT3U, CS9WQ ...
Diese Läderspezifischen Kürzel sind nun kombinierbar. Würde der französische Funkamateur F5MDX Freunde in Deutschland besuchen, und auch von Deutschland aus funken, m&uum;ßte er sich hier (in Deutschland) als DL/F5MDX melden.
Neben den besagten Kombinationsmöglichkeiten der ersten Letter, auch Prefix/Präfix genannt, gibt es noch verschiedene Erweiterungen des jeweiligen Calls. Als Beispiel sei ein deutscher Funkamateur im Flugzeug über Deutschland angeführt. Dieser müßte an sein Rufzeichen AM (für Aronautical Mobile) anhängen. Z.B.: DO1FAN/AM. Ein auf einem Schiff befindlicher Funkamateur außerhalb von Hoheitsgewässern meldet sich als DL3FAN/MM (Maritime Mobile).
Es gibt (wie überall) noch viel mehr Regelungen zu Rufzeichen und zugehörige Ausnahmen. Mir liegt es jedoch fern das gesamte Regelwerk aufzuzeigen. Vielmehr sollten die Beispiele nur einen kleinen Eindruck von der Materie vermitteln.

Die Prüfung

Im Vorausgehendem wurde immer wieder DIE Prüfung angesprochen. Hier möchte ich ganz kurz auf selbige eingehen. Vorwegzunehmen ist, daß sich die Prüfungsregelungen in letzter Zeit geändert haben und sogar noch im Begriff sind sich zu ändern.
Jetzt gibt es 3 Lizenzklassen. Zur Zeit wird Klasse 3 mit neu erstellten Multiple Choice Fragebögen geprüft. Für die Klassen 1 und 2 gelten noch die alten Fragenkataloge. Dies soll sich nach Aussage der RegTP, welche die Prüfungen durchführt, noch im Jahr 2000 ändern. Dann sollen alle Klassen mit Multiple Choice Fragen geprüft werden. (Für Insider: der angekündigte überarbeitete Fragenkatalog der Klasse 3 ist nun da. Dieser kann auf z.B. auf der Webseite des DARC gefunden werden.

Bei einer Prüfung für die Klassen 3 und 2 sind Kenntnisse zur Funktechnik, Ausbreitung, Betriebstechnik und über entsprechende (inter-)nationale Gesetze vorzuweisen.
Je nach angestrebter Klasse sind die einzelnen Bereiche mehr oder weniger zu vertiefen.
Bei Funktechnik sind elementare Gleichungen der Elektrotechnik anzuwenden und es ist der prinzipielle Aufbau von Funkgeräten und Zubehör zu kennen.
Der Ausbreitungsteil behandelt die Frage wie sich die zum Funken benutzen elektromagnetischen Wellen in bestimmten Fällen verhalten.
Im Betriebstechnikteil wird auf die (Verkehrs-)Regeln eingegangen, die notwendig sind, um ein Durcheinander auf den Frequnzbändern zu verhindern, wenn zu viele Funkamateure "on air" sind.
Der letzte Teil, Recht und Gesetz, klärt über die Rechte und Pflichten eines Funkamateurs auf.
Die drei möglichen Genehmigungsklassen unterscheiden sich wie folgt: mit Genehmigungsklasse 3 darf man im 2m-Band (145MHz) und im 70cm-Band (435MHz) mit bis zu 10W EIRP Arbeiten. Mit Klasse 2 darf man alle Amateurfunkfrequenzen benutzen, solange sie über 144 MHz liegen. Die maximale Ausgangsleistung liegt bei 750W. Allerdings können auf einigen Bändern zusätzliche Beschräkungen gelten.
Das Langwellenaband, das Mittelwellenband, die Kurzwellenbänder und die Frequenzbereiche der Klasse 2 darf man mit der Genehmigungsklasse 1 benutzen. Um diese Lizenz zu erhalten muß man in der Lage sein Morsetexte mit 60 Zeichen pro Minute zu Hören und zu Geben. (Auch diese Geschwindigkeit könnte sich in Zukunft (zum Langsameren hin!) ändern. Wie bei Klasse 2 gilt für die Klasse 1 das Maximum an Leistung von 750Watt.
Für alle Klassen gilt, daß die maximal gesetzlich zulässigen Feldstärken nicht überschritten werden dürfen und besondere Auflagen beachtet werden müssen!
Nach dem kleinen Überblick darf ich hervorheben, daß man praktisch schon mit der kleinsten Lizenz seine Experimentier- und Selbstbauambitionen ausleben kann und nicht zuletzt ungeahnte Reichweiten erziehlen kann!

Morsen

Wie oben bereits festgestellt wird wohl keinem das Erlernen des Morsens erspart bleiben, sofern man alle Amateurfunkfrequenzen benutzen möchte. Zwar könnten die Anforderung bei der Telegraphieprüfung durchaus gesenkt werden, doch auf Abschaffung sollte man zur Zeit nicht hoffen.
In Anbetracht dieser Tatsache taucht immer wieder die Frage auf, ob Morsen heute noch praktischen Nutzen hat. Es liegt mir fern Öl in die feurige Diskussion zu bringen, aber es sei mir gestattet meine eigene Meinung zu diesem Thema kund zu tun:
Früher war Morsen eine Notwendigkeit. Heute ist es das nicht mehr. Dennoch wird der Laie verblüfft sein wie viele Funkstationen, insbesondere auf Kurzwelle, noch die Telegraphie praktizieren. Dies liegt daran, daß das Prinzip der Telegraphie bis heute genial einfach ist. Mit relativ wenig Technik kann man die herausragenden Vorteile schmalbandiger Kommunikationsarten nutzen. Als Stichworte nenne ich nur höhere Leistungsdichte beim Senden und Verbesserung der Empfängerempfindlichkeit.
Eine kleine Anekdote von mir: es war einmal ein Funkkontakt mit einem auslädischen Freund auf Kurzwelle geplant. Aufgrund des schönen Wetters entschloß ich mich dazu in der freien Natur zu Funken. Bei einem solchen Vorhaben ist an einiges zu denken, damit der spätere Funkbetrieb überhaupt stattfinden kann.
An meinem Zielort angekommen stellte ich fest, daß ich das zum besseren Transport abgeschraubte Mikrophon meines Funkgerätes, sowie die Morsetaste vergessen hatte. Kurz gesagt: die Verabredung drohte zu platzen!
Nach der Überwindung des ersten Schocks begann ich mit der Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Kurze Zeit später suchte ich zwei Drähte. Selbige verbund ich professorisch mit dem Morsetasteneingang meines Funkgerätes. In meine Hände nahm ich daraufhin jeweils ein Drahtende und hatte mir dadurch einen Schalter gebaut. "Hände zusammen" entsprach einem eingeschalteten Schalter (oder einer gedrückten Morsetaste) und "Hände auseinander" entsprach somit einem Schalter in ausgeschaltetem Zustand (bzw. einer losgelassenen Morsetaste). Mit einfachsten Mitteln hatte ich also einen Morsetastenersatz hergestellt. Wie man sich leicht vorstellen kann war mein "Morseschriftbild" nicht gerade schön, aber es reichte um die besagte Verabredung einzuhalten.

Eine andere Geschichte sind die Crossmode-Kontakte in Contesten. Oftmals reicht meine vergleichsweise bescheidene Funkstation nicht aus, um weiter entfernte, in Sprechfunk (=Phonie) rufende Stationen in Phonie zu erreichen. In solchen Fällen besteht als letzte Chance, der rufenden Station in Telegraphie zu antworten. Vorausgesetzt der Funkamateur (=Operator, oder kurz OP) beherrscht ein wenig Telegraphie, dann gibt der OP mir seine Daten in Phonie durch und ich sende ihm meine Daten in Telegraphie. Auf diese Weise habe ich schon viele Kontakt Tätigen können, die andernfalls nie zustande gekommen wären.
Um es nochmal ganz klar herauszustellen: nat¨rlich ist Telegraphie nicht die einzige Möglichkeit, die einem offensteht. Man hätte in den obigen Beispielen auch einen Computer mit Soundcard benutzen können, um ohne Phonie, mit extrem schmalbandigem Signal, den Kontakt aufzubauen. Doch dies würde allerdings voraussetzen, da;szlig; auch der "Gesprächs-"Partner einen Computer einsetzt -den er bei Telegraphie nicht benötigt!
Für mich persönlich käme die komplette Abschaffung der Telegraphie (mit der Begründung: "Computer können das heute besser!"), der Abschaffung von dem Kopfrechnen in der Schule gleich, wo jeder Taschenrechner schneller und genauso brauchbar rechnet als der Schüler.
Meine Aussage darf jedoch nicht mißverstnden werden: ich halte es sehr wohl für sinnvoll und erstrebenswert neue Technologieen anzuwenden und weiterzuentwickeln! Das heiß aber nicht, daß damit automatisch jede ältere Technik unbrauchbar werden muß.

QSL-Karten

Das Hobby Amateurfunk ist nicht gerade bekannt. Trotzdem konnte ich feststellen, daß doch einige von solchen merkwürdigen Karten wissen, die "Funker" untereinander austauschen.
Diese Karten nennt man "QSL-Karten." Die QSL-Karten muß man sich als postkartenartige Karten vorstellen, die neben dem eigenen Rufzeichen alle wichtigen Daten über die getätigte Funkverbindung enthalten. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Uhrzeit, zu welcher das Gespräch stattfand, um die dabei benutzte Frequenz und die verwendete Modulationsart. Desweiteren sollte sie noch den sogenannten "Rapport." Letzterer macht durch eine Zahlenkombination Auskunft über die Qualität des empfangenen Signals.
Es ist für den Empfänger der QSL-Karte ebenfalls von Interesse wo der genaue Standort der Gegenstation zum Zeitpunkt des Gesprächs war. Darüber hinaus kann eine QSL-Karte noch Informationen über die verwendete Stationsausrüstung enthalten, oder, wie bei einer Urlaubspostkarte, Kommentare und Grüße.
Man kann sich vorstellen wie teuer es wäre mehrere hundert QSL-Karten als Postkarten mit der Post-AG zu versenden. Der Preis fürs Porto würde bei manch aktiverem Funkamateur schnell in die Größenordnung von einem neuen, mittelklasse Funkgerät erreichen. Um diese Ausgaben zu verhindern gibt es die Möglichkeit die QSL-Karten über den Deutschen Amateur Radio Club (DARC) verteilen zu lassen. Praktisch gibt man die abgehenden Karten zum lokalen "QSL-Manager", welcher sie zur Zentrale in baunatal weiterleitet. Dort werden die QSL-Karten nochmal nach Lädernamen sortiert und an die Funkvereine in den entprechenden Lädern geschickt. Dort werden gewöhnlich die ankommenden Karten wieder nach Ortsvereinen getrennt und dem dortigem QSL-Manager zugesendet. Das ganze Prinzip funktioniert natürlich umgekehrt, also für QSL-Karten vom Ausland nach Deutschland.
Der DARC vertritt übrigens auch die Funkamateure, wenn der Gesetzesgeber Stellungnahmen o.ä. von Funkamateuren erbittet. Als Funkamateur muß man nicht im DARC sein, aber es bringt doch mehr Vor- als Nachteile.

Betriebsarten

Im Amateurfunk unterscheidet man zwischen vielen verschiedenen Betriebsarten. Eine Betriebsart beschreibt, auf welchem Wege eine Funkverbindung getätigt wird. Aufgrund des experimentellen Charakters vom Hobby Amateurfunk gibt es immer wieder neue Betriebsarten. Einige bleiben im experimentellen Stadium, andere setzen sich bei der breiten Masse der Funkamateure durch. Die am weitesten verbreiteten Betriebsarten werden hier im Folgendem (mit kurzen Ausführungen) aufgezählt.

Phonie - Sprechfunk: Jedem bekannt, aber in der Amateurfunkpraxis ist dieser Bereich vielfältiger als viele vermuten. Phonie wird in fast allen allen Amateurfunkfrequenzbereichen durchgeführt. Die dabei verwendeten Modulationsarten sind meist AM, FM, SSB und digitale Sprachübertragung. Viele Betriebsarten bauen auf dem Sprechfunk auf.

Telegraphie - Morsetelegraphie: Das Morsen (bei den Funkamateuren kurz "CW") wird in allen Frequenzbereichen und in jeder Geschwindigkeit praktiziert. Auch auf dem Morsen bauen etliche andere Betriebsarten auf.
RTTY - Radio Teletype: Funkfernschreiben. Dazu wird jeder Buchstabe in eine Bitkombination umgesetzt. Der logischen "0" und "1" werden jeweils unterschiedliche, im Sprachbereich liegende Töne zugeordnet und in einem Sprachkanal übertragen.

FAX - FAX: Der vom Telephon bekannten FAX-Übertragung sehr ähnlich.

SSTV - Slow Scan Television: (farb!)-Bildübertragung. Bilder werden analog in einem Sprachkanal übermittelt. Dauer einer Übermittlung je nach Bildgröße ca. 1,5 Minuten.

ATV - Amateur Television: analoge Fernsehbild (und Ton-) Übertragung, wie vom Kabelfernsehen oder Satellitenfernsehen gewohnt. Wegen der leichteren Handhabung hat sich als Modulationsart FM durchgesetzt. Erste Versuche zur digitalen Bildübertragung sind am laufen.

PR - Packet Radio: digitale Datenübertragung, ähnlich der im Internet, aber über Funk. Das PR-Netz ist inzwischen weltweit ausgebaut und in jeder größeren Stadt sind Einstiegsknoten/Verbindungsknoten ( Digipeater) vorhanden. Übrigens ging PR dem Internet voraus ...

Relaisfunk - : In ganz Deutschland sind vor allem in 2m Band und im 70cm Band Relaisfunkstellen (Repeater) verteilt, die einem erlauben, mit einem kleinen (FM-) Handfunkgerät oder aus einem Fahrzeug heraus, sichere Funkverbindungen mit anderen Funkstationen in der Umgebung aufzubauen. Je nach Standort des Relais sind sogar Verbindungen von 100km jederzeit, mit einem kleinen Handfunkgerät machbar.
Satellitenfunk - : Funkamateure haben schon seit Jahrzehnten Satelliten in Erdumlaufbahnen, die Zweckmäßiger Weise dazu dienen auf leichtere Art Verbindungen mit vergleichsweise großer Reichweite aufzubauen. Meist werden die Satelliten auf Frequenzen über 145MHz betrieben. Es gibt jedoch Ausnahmen. Es sind Satelliten vorhanden, über welche man PR machen kann, andere sind für Phonieübertragung (SSB,CW,SSTV,...) ausgelegt. Einige benutzen erdnahe Orbits, andere nicht. Manchmal haben die PR-Satelliten sogar Kameras an Bord, sodaß man selbst Bilder aus dem Weltraum aus "erster Hand" empfangen kann.
Nicht selten haben die Konstrukteure (natürlich selbst Funkamateure) der Amateurfunksatelliten Neuland betreten, weshalb die Verfolgung von Satellitenprojekten nicht nur von Funkamateuren interessiert verfolgt wurde, sondern auch von der Industrie.
Der Zentrale Ausgangspunkt für Amateurfunksatelliten im Internet ist die AMSAT.

EME - Earth-Moon-Earth: Bei dieser Betriebsart wird der Mond als Reflektor für Funksignale verwendet. Der Sender richtet, wie der Empfänger, seine Antenne auf den Mond aus und führt sie ggf. nach. Die Signale des Senders werden an der Mondoberfläche reflektiert und gelangen so zu Empfänger. Dieser muß in der Lage sein, sehr schwache Signale aufzunehmen, was nur durch eine gute Antennenanlage mit rauscharmen Vorverstärkern zu erreichen ist. Wegen

MS - Meteor Scatter: Wird hauptsächlich auf 2m betrieben.
Treten Meteore in die Erdatmosphäre ein, verglühen diese meist bei extrem hochen Temperaturen. Diese Temperaturen sind so hoch, daß die umgebende Luft ionosiert wird und damit Elektromagnetische Wellen reflektieren kann. Bei MS wird genau dieser Effekt ausgenutzt. Man sendet in inernational vereinbarten Zeitfenstern, in denen potentielle Funkstationen auf Empfang sind. Tauchen in dem Sendezeitraum gerade Meteoriten in die Atmosphähre der Erde ein (man mache sich an dieser Stelle klar, daß praktisch ununterbrochen Objekte mit der Erde kollidieren, die Frage ist nur wie groß diese sind!!), so kommen nicht selten Funkkontakte über große Entfernungen zustande.
In Zeiten geringerer Meteoritenaktivität sind Funkkontakte in Telegraphie üblich, die vor dem Senden aufgenommen wurde und mit hoher Geschwindigkeit immer wieder erneut ausgesendet wird. Auf der Empfängerseite ist dasselbe Equipment vorhanden, womit das Telegraphiesignal in normaler Geschwindigkeit wieder zurückgewonnen werden kann. Hochkonjuktur haben die Freunde von MS natürlich während der Perseiden, Leoniden, ... also in Zeiten, in denen die Erdumlaufbahn z.B. eine Kometenumlaufbahn schneidet und mit dem Auftauchen von Sternschnuppen fest gerechnet werden kann.

Peilen - Fuchsjagten: Hierbei geht es um das möglichst schnelle Auffinden von versteckten Sendern. Ein tragbarer Empfänger, topographische Karten, Kompaß, Kondition und eine klare Vorstellung von der Wellenausbreitung sind für diese Sparte von Amateurfunk notwendig.
Ist dem Laien nicht klar, weshalb man Amateurfunk manchmal Amateurfunksport bezeichnet, so hat dieser jetzt einen leicht nachvollziehbaren Grund für die Namensgebung

Modulationsarten

Eine Auswahl der bekanntesten Modulationsarten soll hier gezeigt werden. Alle hier aufgezähten Modulationsarten finden im Amateurfunk rege Anwendung.
Wer sich unter "Modulation" nichts vorstellen kann, dem sei gesagt, daß es sich bei Modulation um das Vorgehen handelt, welches bestimmt wie die zu übertragenden Informationen in das hochfrequente Sendesignal eingearbeitet werden.
Die Modulationsarten können unter Umständen auch kombiniert werden.

SSB - Single Sideband : Im Gegensatz zur älteren AM-Modulation wird bei SSB nur ein Seitenband übertragen. Das zweite Seitenband, sowie der Träger werden durch ein steilflankiges Filter (mit ca. 2 kHz Bandbreite) unterdrückt. Welches Seitenband benutzt wird ist nicht relevant. Man hat sich jedoch darauf geeinigt auf Frequenzen unter 10 MHz das untere Seitenband LSB (Lower Sindeband), und über 10 MHz das obere Seitenband USB (Upper Sideband) zu benutzen.

NFM - Narrow Frequency Modulation: Frequenzmodulation, bekannt vom UKW-Rundfunk oder Satellitenfernseh. Für den Phoniebetrieb sind die Bandbreiten von FM jedoch deutlich niedriger als beim Rundfunk. Darum "Narrow FM", also "schmale" Frequenzmodulation, genannt.

CW - Continous Wave: Das ist Telegraphie. CW steht etwa für "gleichmäßge Welle" und wird verständlich, wenn man weiß, daß nur eine unmodulierte (sprich: unveränderte, elektromagnetische Welle) gesendet wird. Je nach Telegraphiegeschwindigkeit sind Bandbreiten von unter 10 Hz bis 150 Hz üblich. SCW steht für "Slow CW" und findet besonders bei ungünstigen Übertragungsbedingungen anwendung. Durch die niedrige Geschwindigkeit der Telegraphie haben empfangende Stationen die Möglichkeit diese Funksignale auf Wasserfalldiagrammen von Spektrumanalyzern sichtbar zu machen.

PSK - Phase Shift Keying: Die Modulation eines PSK-Signals wird durch Phasensprünge im Sendesignal realisiert. Je nach Anzahl der maximal darstellbaren Phasenzustände eines PSK-Signals bekommt dieses eine bestimmte Bezeichnung. Sind beispielsweise zwei Zustände unterscheidbar, so nennt man das Verfahren BPSK (Binary Phase Shift Keying). Bei geschickter Anwendung sind relativ niedrige Bandbreiten machbar.

AM - Amplitude Modulation: Bei diesem Verfahren wird die Amplitude der Trägerfrequnz durch die NF verändert.

Die Kontaktaufnahme

Beinahe jeder Funkamateur ist im DARC ("D"eutschen "A"mateur "R"adio "C"lub) Mitglied. Diese Zentrale in Baunatal stellt das Dach dar, unter dem alle lokalen Ortsverbände zusammengefaßt sind. Die Chanchen solch einen OV ("O"rts"v"erband) in der Nähe zu haben sind sehr hoch. Die Frage wo sich der zum eigenen Standort am nächsten gelegene OV befindet, wann dort Treffen stattfinden und ob der OV im Internet vertreten ist, kann die Webseite des DARCs beantworten. Beim Surfen auf der besagten Seite sollte man nach den Stichwörtern "OV" und "Distrikt" ausschau halten.